Broad(?)cast, DAB

DAB+ lässt die Bayern ziemlich kalt – in einem Jahr 47 mal mehr UKW als DAB+ Radios in Betrieb gegangen

Gerade einmal 18.000 DAB+ Geräte sind in Bayern im letzten Jahr zusätzlich in Betrieb genommen worden, in der gleichen Zeit sind 800.000 analoge Radios hinzugekommen; das zeigt der Vergleich der Funkanalysen Bayern (FAB) für 2014 und 2015.

Denn heute ist die Funkanalyse Bayern 2015 bei den Lokalfunktagen in Nürnberg vorgestellt worden, und das ermöglicht interessante Vergleiche zur Adaption von DAB+.

2015 gibt es 849.000 DAB+ Empfänger in Gebrauch, 2014 waren es 831.000. Ein Zuwachs, der sich wahrscheinlich innerhalb der statistischen Schwankungsbreite bewegt.

Wie gering der Zuwachs ist, zeigt sich im Vergleich mit den UKW Empfängern: 2014 waren 25,422 Millionen UKW Radios in Gebrauch, 2015 waren es in Bayern 26,279 Millionen, das ist ein Zuwachs von 857.000 Geräten. Dabei werden übrigens UKW/DAB+ Kombi-Empfänger (und das sind praktisch alle DAB+ Radios) nicht mitgerechnet. Für jedes zusätzliche DAB+ Radio wurden 47 zusätzliche UKW Radios in Betrieb genommen.

Damit ist der Gerätemarktanteil von DAB+ bei den in Betrieb befindlichen Radios in Bayern sogar leicht – wohl innerhalb der statistischen Schwankungsbreite – gesunken:

Waren letztes Jahr noch 3,16%* aller Radios DAB+ fähig, so sind es dieses Jahr 3,13%.**

Berechnung: *831/(831+25422)  **849/(849+26279). 

Broad(?)cast, DAB

„DAB rentiert sich nicht in 50 Jahren“: Schweden will UKW jetzt doch nicht mehr abdrehen

Schweden bleibt bei UKW. Das hat die rot-grüne Regierungskoalition in Stockholm diese Woche beschlossen, berichtet der Radioconsulter „Radio Intelligence“.

Zu einem späteren Zeitpunkt sei die Digitalisierung jedoch weiterhin denkbar, so der Artikel weiter. Ursache für die Abkehr von der zwangsweisen DAB Einführung ist ein bereits im März veröffentlichter Bericht  des schwedischen Rechnungshofs, Riksrevisionen (National Audit Office, oder kurz: NAO).

Die Argumente des schwedischen Rechnungshofs sind dabei auch für Österreich spannend, zwei davon im folgenden:

1) Wahrscheinlich wird Internet die Entwicklung bestimmen, DAB+ bleibt eine Inseltechnologie: „According to technical experts there are good reasons to believe that internet-based technology will dominate developments and various technologies will merge. DAB+ technology is, however, a separate system that is not included in this development.“

2) Frequenzökonomie: Der derzeit für UKW verwendete Bereich setzt lange Antennen voraus, und die sind bei Smartphones und Tablets wenig attraktiv, so der Rechnungshof im schwedischen Originalbericht (Seite 62): „Mobilindustrin är knappast intresserad, eftersom antennerna i detta frekvensband är stora och opraktiska för mobila enheter som surfplattor och smarttelefoner.“ (The mobile industry is hardly interested, because the antennas in this band are large and impractical for mobile devices like tablets and smart phones).

Ein kleiner physikalischer Exkurs dazu: Die Länge einer Antenne hängt linear von der Wellenlänge ab; die Wellenlänge ist proportional zum Kehrwert der Frequenz (Wellenlänge = Lichtgeschwindigkeit/Frequenz); ist eine Frequenz 10-mal höher als eine andere, braucht sie eine 10-mal kleinere Antenne. Handys operieren in höheren Frequenzbereichen (ab 800 MHz), brauchen daher 8-mal kleinere Antennen als wenn sie im UKW Bereich operieren würden. Oder anders gesagt: Ein iPhone für das UKW Frequenzband wäre ziemlich unhandlich.

Während es für die digitale Nachnutzung eines abgeschalteten UKW Bandes also kein Szenario gibt, ist das DAB Band (Band III, in Schweden 174-240 MHz) durchaus attraktiv: Nämlich um digitales terrestrisches Fernsehen (DVB, DVB-T2) darin unterzubringen. Damit könnte nämlich das terrestrische Fernsehen wiederum höhere Frequenzen freimachen (um die 700 MHz), und damit wieder neue Frequenzen für den Mobilfunk freigemacht werden, die (weil um die 700 MHz) für Handys und Tablets nutzbar wären.

Zusammengefasst: Band II (87,5-108 MHz) bleibt UKW, DAB (Band III) wird für Fernsehen verwendet und damit werden wieder ein paar UHF Kanäle, die jetzt noch von Fernsehen genutzt werden, frei – und an Mobilfunker versteigert: „Samtidigt kan en del av det nuvarande frekvensutrymmet för digital-tv användas för mobilt bredband.“ (At the same time part of the current frequency space for digital television is used for mobile broadband).

Was bedeutet das für Österreich?

Wenn wir in Österreich den Hörfunk von UKW in DAB verlagern, passiert folgendes: Wir gewinnen 20,5 MHz Bandbreite im UKW Bereich (87,5-108 MHz, auch Band II genannt), und nutzen stattdessen für Hörfunk das Band III – 174 bis 230 MHz. Das sind 56 MHz Bandbreite.

Verwenden wir das Band III für Fernsehen und machen dafür andere, höhere Frequenzen frei (im UHF Band), die jetzt für Fernsehen verwendet werden, können wir im UHF Band 56 MHz frei machen – die dann an Mobilfunker versteigert werden können. Als Anhaltspunkt, was das bringen könnte, das Ergebnis der letzten Versteigerung: Da wurden 72 MHz aus dem TV Spektrum in Österreich um 2 Milliarden Euro an Mobilfunker versteigert, die 56 MHz wären damit gut 1,5 Milliarden Euro wert. Wenn wir DAB machen, und irgendwann UKW abschalten, wird das UKW Band frei, für das es keine Nachnutzungsszenarien – und damit auch keine Erlöse – gibt.

Mit der Einführung von DAB entgehen damit dem Staat (basierend auf der ersten LTE Auktion) 1,5 Milliarden Euro.

Der schwedische Rechnungshof hält jedenfalls fest: „The estimate does not cover all aspects, but indicates that a transition to terrestrial digital radio will entail macroeconomic risks and that it will probably not be cost-effective for the national economy, not even in a 50-year perspective, if the digital radio coordinator’s plan is followed“.

Broad(?)cast, DAB

DAB+ im Handy – so sieht das aktuelle Modell LG G3 DMB aus.

Wann funktioniert DAB+ endlich auch im iPhone, im Galaxy S oder am Nexus – das weiß niemand. Seit Jahren versuchen Radioveranstalter in der EU, den USA und Australien Gerätehersteller davon zu überzeugen, DAB/DAB+/HD/FM Radioempfänger in die Smartphones zu integrieren – bislang mit geringem Erfolg: Nur die wenigsten ausgelieferten Smartphones haben funktionierende Broadcast Empfänger.

Warum wäre das wichtig: Weil immer mehr Konsumenten Audio am Smartphone hören; oder wie es die EBU (Zusammenschluss öffentlich-rechtlicher Sender) formuliert:

„Smart Radio Objectives: The Smart Radio is all about giving radio a future in the digital economy and will facilitate the transition to digital radio. With today’s media convergence, audiences, and youth in particular, expect to listen to radio on their mobile telephones and tablets. The existence of hundreds of media apps underline this desire. While radio-only receivers are increasingly being replaced by more sophisticated devices, radio as a media continues to meet a strong consumer demand and will remain hugely popular as long as it is available on the devices used by audiences today and in the future.“

Radio als Programm löst sich also – laut EBU – ein Stück weit vom Empfangsgerät Radio und wird erfolgreich bleiben, wenn es auf den Geräten vertreten ist, die heute und in Zukunft verwendet werden – aus heutiger Sicht eben Smartphones.

Erfolgreicher läuft Broadcast am Handy in Südkorea: Dort ist Broadcast Handy TV via DMB erfolgreich, und so kommen von dort auch Modelle, die – geeignete Software vorausgesetzt DAB/DAB+ empfangen können: Die Broadcast Technologie (OFDM, PSK) ist gleich, nur der A/V Codec ist unterschiedlich – oder einfach gesagt: Softwareupdate auf ein DMB Phone, und schon läuft es als DAB+ Phone (allerdings nicht zwingendermaßen mit UKW).

Aussichtsreicher Kandidat ist derzeit das LG G3, hier ein kurzes Video. Ob die Ausziehantenne, die nur für DAB+ gebraucht wird, wirklich die Zustimmung der Anwender findet, wird sich weisen.

Broad(?)cast, DAB, Streaming

Was kostet eigentlich DAB+ oder Streaming – Verbreitung?

In der Diskussion um DAB+ vs. Streaming wird häufig das Argument gebraucht, dass Streaming gegenüber DAB+ deutlich teurer sein soll.

Kommt drauf an: Bei DAB+ sind die Empfangskosten von der Zahl der Hörer unabhängig, bei Streaming sind die Empfangskosten von der Bandbreite und damit von der Zahl der Hörer abhängig. (Zumindest, wenn man Feinheiten wie Verteilung beim Internetservice-Provider außer acht lässt, vergleiche zB die Netzarchitektur von aon-TV)

Kleiner Exkurs (skipbar 8-))

Warum ist das so: Bei Broadcast (DAB) gibt es eine forward-error-connection, vereinfacht gesagt wird das Gesendete zur Sicherheit mehrfach übertragen, wenn es zu einer Störung kommt, erkennt der Empfänger, dass es ein Problem gibt, wenn zB eine Prüfsumme nicht stimmt; bei Streaming fordert der Empfänger (hier gibt es ja einen Rückkanal) ein defektes Paket (erkannt zB an einer nicht übereinstimmenden Prüfsumme) einfach nochmal an, bis er es korrekt bekommt. Dadurch bekommt jeder Empfänger sein „eigenes“ Programm.

Die Szenarien für Österreich:

Nehmen wir einen erfolgreichen DAB Sender her, und zwar Absolute 80s aus Großbritannien. Der hat 0,9% Marktanteil und ist damit der erfolgreichste kommerzielle digital-only Sender – 15 Jahre nach Einführung von DAB in Großbritannien. In der besten Viertelstunde hat Radio in Österreich eine Reichweite von 2,4 Millionen Hörern, 1% davon sind dann 24.000 Hörer.

Wenn ich mal davon ausgehe, dass ich jeden Hörer mit 128kBit/s + 30% für ungenutztes Buffering versorge, komme ich auf runde 160kBit*24.000 = 3,8 GBit/s. 5 GBit/s  kosten aktuell etwa 5.000€ im Monat, oder 60.000 im Jahr. Eine österreichweite DAB+ Abdeckung  kostet pro Jahr sehr, sehr günstig geschätzt 200.000 Euro, und damit das dreifache.

Das bedeutet: Nach aktuellen Kosten ist Streaming erst bei 3-4% Marktanteil teurer als DAB+ – und die hat noch kein einziger DAB Sender in Großbritannien erreicht.

Berücksichtigt man dabei den Preisverfall bei Streaming, von 1999-2013 27% pro Jahr, und geht man davon aus, dass die Broadcast Kosten weitgehend stabil bleiben, so sind in fünf Jahren die Streamingkosten nur mehr 20% der heutigen Kosten, Streaming wäre also sogar bis 15% Marktanteil des Senders kompetitiv zu Broadcast.

DAB+ wäre nur einem Fall deutlich billiger als Streaming: Wenn man sofort (oder innerhalb der nächsten paar Jahre) die UKW Sender abschaltet, und sich jeder Hörer sofort mit DAB+ Geräten eindeckt – dann wäre DAB+ wirklich günstiger – abgesehen davon, dass dann wahrscheinlich die Branche ziemlich tot wäre.

DAB

Über die Hälfte der Norweger hört DAB+ – und andere Mythen….

Das Land Norwegen ist in punkto DAB+ Adaption eines der erfolgreichsten Länder der Welt. Zum Jahresbeginn hat die norwegische Regierung sogar festgestellt, dass die Mehrheit der Norweger DAB+ hört (Mythos 1), weswegen UKW 2017 komplett abgeschaltet werden soll (Mythos 2).

Warum Mythos? Weil beides oft geschrieben wird, aber einfach nicht stimmt.

Fangen wir mit Mythos 1 an: Wie viele Norweger hören tatsächlich DAB+?

In deutschen Medien ist von 55% die Rede.

Nehmen wir dabei als Kriterium die Tagesreichweite (=DAB+ Hörer pro Tag, egal wie lange, und egal ob sie auch UKW gehört haben). Das staatliche statistische Institut Norwegens (Statistisk sentralbyrå – SSB) veröffentlicht jährlich die Zahl der Tagesreichweite, für 2014 klingt das wie folgt:

„19 prosent av befolkningen hørte på DAB-radio i løpet av et døgn i 2014, mot 13 prosent året før.”

Übersetzt: 19% der Bevölkerung haben im Laufe eines Tages DAB gehört, 13% waren es im Jahr zuvor (also 2013). Wie kommt man von 19% auf 55%?

Rechentrick 1: Man rechnet auch Streamig (17%) und digitale TV Empfänger (11%) dazu, dann ist man schon von 19% in Richtung 40% unterwegs. (Die Zahlen lassen sich nicht einfach addieren, da es ja Mehrfachnennungen geben kann).

Rechentrick 2: Man bezieht die Zahl der DAB Hörer nicht auf die Einwohnerzahl, sondern auf die Zahl der Radiohörer. Und das ist in Norwegen ein ziemlicher Unterschied, denn:

Nur 64% der Bevölkerung hören in Norwegen täglich Radio. (Quelle: SSB)

Und schon hat man aus 19% über 50% gemacht. Genau genommen waren es zum Zeitpunkt der Abschaltungsentscheidung 24% der Norweger, die im vierten Quartal Radio zumindest teilweise auch über DAB+ gehört haben. Über drei Viertel der Bevölkerung allerdings nicht. Eine Mehrheit DAB+ Hörer sieht anders aus…

Mythos 2 – die Norweger drehen 2017 UKW völlig ab.

Die norwegische Regierung schreibt in einer Presseaussendung:

„The Government has set a date for the switch-off of Norway’s FM radio stations, having concluded that the criteria for the technology shift are now met. The decision to switch off all FM radio stations in 2017 follows up the radio digitisation mandate issued by the Storting (the Norwegian parliament) in 2011.“

Stimmt nur so nicht ganz, denn die meisten lokalen Stationen dürfen auf UKW weitersenden. Die Abschaltung betrifft nach heutigem Stand der Überlegungen die landesweiten Stationen sowie reichweitenstarke Lokalstationen – letztere wehren sich zum Teil  massiv gegen die für sie bedrohliche Abschaltung – und bekommen Unterstützung von Google: „DAB ist so dumm wie WAP einst war“

Die Nicht-Komplett-Abschaltung von UKW ist in Norwegen wie folgt definiert: „As planned in the white paper on digital radio, the Ministry of Culture published a white paper on local radio on 17 April 2015. This stated that approximately 215 local radio licensees would be offered a free five-year extension on their licences and that the FM framework conditions would be liberalised, but that FM licences with significant coverage in Norway’s four largest cities will not be extended or re-announced once they expire on 31 December 2016. The latter category encompasses 23 licences, including 22 which are already broadcasting DAB signals.”

Dh dass es nach dem „UKW Shutdown“ in Norwegen 215 minus 23, somit 182 UKW Lizenzen geben wird, die einmal um 5 Jahre verlängert werden – wie die Norwegische Regierung in ihrem Lokalradio White-Paper festgehalten hat. 

Fazit: Rund ein Viertel der Norweger hört DAB+ und UKW wird 2017 auch nicht komplett abgedreht.

Broad(?)cast, DAB

DAB+ – in Österreich pro Kopf gleich viele Geräte als in Deutschland? Und das ohne Senden??

Zahlenspiele haben in der DAB+ Diskussion schon eine gewisse Tradition. Kürzlich ließ die Austria Presse Agentur etwa damit aufhorchen, dass 10% aller Radiogeräte in Österreich DAB+ fähig sein sollen, was natürlich sofort 1:1 von manchen Zeitungen aufgegriffen wurde, auch vom Standard und der Futurezone des Kurier.

Das wäre allerdings beachtlich: In Deutschland verfügten 2014 – nach Angaben von digitalradio.de – 7,5% der Haushalte über (zumindest) ein DAB+ Gerät, und die hatten im Schnitt 1,7 DAB+ Geräte. Das deckt sich auch einigermaßen mit der Funkanalyse Bayern (Seite 133), in der 90,1% der Befragten (Bevölkerung Bayern, 10+) angegeben haben, kein Digitalradio zu besitzen.

Österreich hätte also – auch ohne in den letzten Jahren DAB+ zu senden – ähnlich viele Geräte im Markt wie Bayern; meine Nachfrage bei der APA hat ergeben, dass die Zahlen vom Verband Digitalradio Österreich kommen, und dort rechnet man bis Ende 2015 mit 380.000 Geräten, die im Markt sein sollen; ausgehend von Verkaufszahlen des Elektrohandels für Hybridgeräte, die vor allem als Tuner für Stereoanlagen angeschafft wurden.

Ob diese Zahl erreicht wird, wird man sehen; was klar ist: 380.000 sind deutlich weniger als 10% der im Markt befindlichen UKW Radios – deren Zahl wird auf 7,5-30 Millionen geschätzt; in realer Nutzung sollen 7,5-12 Millionen Geräte stehen, nehmen wir mal als Schnitt 10 Millionen Geräte her.

Korrekterweise müsste das Ergebnis lauten: „Zum Jahresende könnten bis zu 3,8% aller Radiogeräte DAB+ fähig sein“; stattdessen wird „Zehn Prozent der Radios in Österreich sind derzeit DAB-fähig“ veröffentlicht.

Noch ein Vergleich mit Bayern: Dort sind laut Funkanalyse Bayern über 25 Millionen UKW Radios „in Betrieb“, dem stehen 830.000 DAB Empfanggeräte gegenüber. Macht auch nach dieser Berechung – basierend auf offiziellen Zahlen der Funkanalyse Bayern (Seite 135) – klar, dass der Anteil von DAB an den insgesamt vorhandenen Geräten in Bayern bei 3,2% liegt.

Broad(?)cast, DAB

DAB+ in Wien – zu ebener Erde und im ersten Stock…

Jetzt ist es also da: DAB+ in Wien. Und freundlicherweise hat mir das Deutschlandradio bei meinem Besuch vergangene Woche in Köln einen USB DAB+ Stick von Noxon geschenkt.

Laptop auf den Beifahrersitz, DAB+ Antenne aus dem Fenster rausgehängt, das neue ARBÖ Verkehrsradio aufgedreht (de facto eine Oldie Station), und losgefahren. Vom 10. Bezirk über den 23. auf die Allander Autobahn, das erste Tal hinter Gießhübl ging noch, dann war´s vorbei. Und zwar abrupt, ohne Blubbern oder andere Artefakte. Im Wiener Stadtgebiet klappt der Empfang im Auto gut. Auch der Klang ist sehr ok, etwa bei Welle 1 Digital mit 72kBit/s.

Schwieriger ist da schon der Indoor-Empfang. In meinem Büro im Erdgeschoss in Wien Favoriten kommt es immer wieder zu Aussetzern. An der Nordseite des Gebäudes klappt es einigermaßen, im Inneren oder gar an der Südseite, direkt am Fenster – Fehlanzeige. Zu Hause im Dachgeschoss in der Brigittenau klappt der Empfang sogar ohne eingesteckte Antenne; auch im ersten Stock in der Arbeit ist der Empfang etwas besser.

Subjektiv ist die Indoor Versorgung deutlich schlechter als bei UKW. UKW fällt auf Mono zurück, oder rauscht leicht, DAB+ ist halt entweder gut zu hören, oder gar nicht.