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Update: Why DAB+ in Norway does not look like a success – at the moment

My last post about the development of the Norwegian radio market after the FM-shutdown gained (according to WP statistics) quite a bit of interest in both Norway and the UK. So hello first to these new readers, and this time I am going to write in English.

At the moment there is a lot of news about whether or not the digital transformation of radio in Norway is a success – not surprisingly those who have acted on behalf of the shutdown before see the positive sides: The number of DAB+ sets was at record heights last year, and the weekly cume of radio went down just a little bit.

I did some research on my own. There is a lot of information on the official ratings website of Kantar TNS.

Keep in mind that the 2017 data is a little tricky, as the shutdown of commercial radio stations and the public broadcaster did not happen at the same time in each shutdown region – the commerical stations were glad that NRK had to shut down first.

(Shutdown plan Norway, source: https://radio.no/2015/04/norway-to-switch-off-fm-in-2017/)

Given the small shut down areas at the beginning of 2017 (only 18,4% of the Norwegians experienced the NRK-FM-shutdown till 25.04.2017, for the commercial stations it was just 4,7%) we can compare the start of 2018 to the start of 2017.

The radio TNS website provides information on a weekly basis on daily reach (in percent and 1000s), listened minutes and market share.

The average of the daily reach of radio over the first seven weeks shows a significant decline in radio usage: The percentage of Norwegians listening to radio on a daily basis has declined from 67,6% to 56,8%, that means that radio has lost 16% of its audience.

This also shows in the week-by-week data:

norway1718

Unfortunately there is no public data on the TNS website on the distribution channels: The numbers above include streaming and listening via DTV, so the pure DAB+ reach is even lower.

One of the major reasons the commercial stations demanded the FM switch-down (apart from getting rid of license fees) was the expectation of a more leveled play field: The public broadcaster operated three out of five nation wide licenses, the commercial broadcasters P4 and Radio Norge (Bauer Group) just one each. Having several channels for each commercial groups could lead to a more balanced market with the commercial stations grabbing some market share from the public broadcaster.

This did not happen: The share of all groups is about the same. The average market share of NRK in the first seven weeks of 2018 was 68,7%, up from 67,5% last year. Slight decline for P4 Group from 22,5% to 20,8%, with Bauer being stable close to 10%.

msnorway1718

Summary: Radio has lost 16% of its audience, the play field between commercial broadcasters and the public NRK has not changed – but for its total size.

Does not look like a success (especially for commercial radio) – yet. Of course there is hope, that the listeners will come back – however, until now the record sales figures of DAB+ sets have not translated yet into higher listening figures.

 

 

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DAB+ in Norwegen – ein voller Erfolg (???)

2017 war das Jahr der UKW Abschaltung in Norwegen – jetzt ist Zeit Bilanz zu ziehen. Norwegen hat in einem realen 1:1 Experiment etwas gemacht, wovor alle anderen Länder bislang zurückgescheut sind: Zwar ist das UKW-Band nicht völlig stillgelegt, es gibt noch zahlreiche Lokalstationen die analog weitersenden, aber die großen drei Radiogruppen, der staatliche NRK, die Bauer Group rund um ihren Sender Radio Norge und die MTG Gruppe rund um den Sender P4 sind nur mehr digital zu empfangen.

„Ein voller Erfolg“ bilanziert die deutsche Interessensgruppe „Digitalradio Deutschland“ das norwegische Rundfunkjahr 2017. 85 Prozent der norwegischen Haushalte haben demnach  ein oder mehrere DAB+ Geräte, die technische Reichweite sowohl der privaten als auch der öffentlich-rechtlichen Sender liegt bei deutlich über 90%.

Wie aber haben sich die Reichweiten von Radio gesamt, den einzelnen Radiogruppen sowie einzelner Radiosender entwickelt? Mit etwas Mühe lässt sich das herausfinden – und es zeigt sich ein durchaus spannendes Bild.

Die Antwort findet sich auf der Website des offiziellen norwegischen Radiomarktforschungsinstituts, Kantar TNS. Kantar misst die Reichweiten der großen Sender elektronisch, mit dem Portable People Meter (PPM). Dabei wird gemessen, welchen Radioprogrammen der Hörer tatsächlich akustisch ausgesetzt war (egal ob zwangsbeschallt oder freiwillig), im Unterschied zu Deutschland oder Österreich (in beiden Fällen Telefonumfrage) beruht die Reichweiten-Messung damit nicht auf einer Erinnerungsleistung. Gemessen wird übrigens nicht nur DAB+ Verbreitung, sondern auch Streaming Verbreitung sowie Verbreitung über Digital TV.

Diese Daten werden Woche für Woche veröffentlicht; ältere Daten sind zwar nicht mehr verlinkt, aber trotzdem abrufbar, wenn man die URL im Browser entsprechend modifiziert – so kommt man zurück bis zum März 2016 (Kalenderwoche 10).

Es zeigt sich dabei folgendes Bild:

reach norway 16-18

Die Gesamtreichweite von Radio ist tendenziell gefallen. Aber natürlich muss man dabei berücksichtigen, dass es auch saisonale Effekte gibt: Im Sommer und über Weihnachten wird tendenziell weniger Radio gehört.

Weitere Peaks kommen durch die UKW Abschaltungen zustande. In Norwegen wurde ja nicht auf einen Schlag das gesamte UKW Netz abgedreht, sondern Region für Region – und dann auch noch meistens der öffentlich-rechtliche NRK vor den privaten Mitbetreibern.

Die skandinavische Branchenwebite Radioassistant beschreibt das in einer übersichtlichen Grafik:

Die stärkste Auswirkung hatte die Abschaltung in Oslo; am 20.09. für den NRK, sowie am 8.12. für die Privatradios. Mit etwa 34% der norwegischen Bevölkerung war die Hauptstadt plus Umland der größte Brocken. Entsprechend sieht man das Ergebnis auch in den gesamt-norwegischen Daten:

nrkthick

Sieht man sich die prozentuelle Veränderung 2016 auf 2017 an, so sieht man die Auswirkungen der Abschaltung für den NRK (20.9. entspricht KW 38) entsprechend deutlicher:

nrkverlust

Für die privaten Mitbewerber natürlich zuerst einmal kein tiefer Grund für Trauer: Schließlich konnte man ja (mit dem Programm P4 (MTG) und Radio Norge (Bauer)) noch bis zum 8.12. in Oslo auf UKW weitersenden.

Für P4 ist es dann wie folgt gelaufen (der 8.12. war Freitag in KW 49)

p420162017

Prozentuell bedeutet das:

p4entwicklung

Auch hier ist die Abschaltung in Oslo (KW49, KW50) klar erkennbar. Hingegen hat die Abschaltung des staatlichen Mitbewerbers NRK in der KW 38 keinen sonderlich starken Einfluss auf die gesamt-norwegischen Zahlen, hier konnte P4 nicht profitieren.

Auch beim kleineren Privatradio – Radio Norge – war der Effekt durchaus spürbar:

norge

Und auch hier wieder die prozentuelle Veränderung 2016 auf 2017:

norge1617

Vor der Abschaltung in Oslo hatte Radio Norge im gesamten Norwegen ein Minus von knapp 40%, danach waren es über 60%. Auch Radio Norge konnte ebenfalls nicht von der Phase profitieren, in der der NRK bereits auf UKW abgeschaltet war, und man selbst noch weitersenden konnte.

Natürlich war der Fokus der drei marktbeherrschenden Sendegruppen nicht auf ihre einzelnen UKW-Sender gerichtet, sondern darauf, als Sendergruppe mit neuen zusätzlichen Digital-Programmen erfolgreich zu sein, und damit in Summe zu wachsen. Da es für das Jahr 2016 in der oben zitierten Quelle keine Tagesreichweiten-Werte für die Sendergruppen nach Kalenderwochen gibt, müssen wir uns hier mit einem Vergleich 2017 und 2018 behelfen, denn für die ersten  4 Kalenderwochen sind die Daten bereits veröffentlicht:

radiogroupsAlle Radiogruppen haben demnach 2018 bislang eine rückläufige Entwicklung; es gibt um gut 15% weniger Radiohörer; NRK und die beiden kommerziellen Sendergruppen P4 und Bauer haben je nach Woche zwischen 15 und 25% – jeweils im Vergleich zum Vorjahr – verloren. Und zwar inklusive aller ihrer neuen Digitalsender wie P5 Hits, P6 Rock, Radio Soft oder NRK mP3. Etwa 25 nationale Sender haben heute zusammen um 15% weniger Radiohörer als 5 Sender vor der UKW Abschaltung.

Ein voller Erfolg, wie die DAB Lobbyisten schreiben? Bislang – laut den offiziellen Reichweitendaten – eher nicht. Kann es noch einer werden? Vielleicht.

Für die drei Radiogruppen hat es sich aber aus anderer Sicht gelohnt: Der nationale norwegische Markt ist von ihnen jetzt bis in die kleinste Ritze abgedeckt, ein möglicher Markteintritt eines neuen Players ist de-facto unmöglich. Pluralismus à la DAB.

 

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UKW Abschaltung in Norwegen: Jugendprogramm P3 verliert ein Drittel seiner Hörer.

Die UKW Abschaltung in Norwegen führt zu starken Verlusten bei den etablierten Radiostationen, wie aktuelle Daten des Marktforschers TNS zeigen. In Norwegen werden die – elektronisch mit PPM (Personal People Meter) gemessenen – Daten wöchentlich veröffentlicht, die Website Radionytt.no hat die Daten der Kalenderwoche 33 des Jahres 2017 mit 2016 verglichen. 

Insgesamt hat der staatliche NRK 14% seiner Tagesreichweite verloren. Bei den einzelnen Programmen gibt es aber deutliche Unterschiede:

NRK P1 (AC, Information) verliert rund 20% seiner Hörer, von 33,4% auf 27,6% Tagesreichweite, NRK P2 (Kultur) sinkt nur leicht von 5,7% auf 5,3%, NRK P3 (Zielgruppe 15-30, CHR) verliert ein Drittel seiner Hörer von 12% auf 7,8% Tagesreichweite.

Stärkere Nutzung von reinen DAB+ Kanälen, die der NRK anbietet, kann diese Rückgänge nicht kompensieren. P1+ (Ableger von P1 für Erwachsene) legt zwar von 3,7% auf 6,3% zu, die anderen digitalen Kanäle von NRK bleiben in etwa gleich.

Rückgänge auch bei Privaten

Auch bei den landesweiten Privatradios P4 (gehört zu MTG) und Radio Norge (Bauer Group) gibt es Rückgänge: P4 verliert rund ein Fünftel (20,3% auf 16,3%), Radio Norge rund ein Drittel (13% auf 8,6%) seiner Hörer; es gibt jedoch Steigerungen bei den von den beiden Gruppen betriebenen Digitalradios; zum Beispiel P5 von 3,5% auf 5,4% und Radio Rock von 1,1% auf 2,5%.

In Summe ist die Zahl der Radiohörer über alle Plattformen (also inklusive UKW, wo es noch existiert, als auch über Stream, DAB+ und TV) in Norwegen um 5,4% gesunken.

Weitere Rückgänge stehen dem norwegischen Radio noch bevor

Warum liegt nun der NRK mit 14% Rückgang deutlich schlechter als der Gesamtmarkt mit 5,4% Rückgang? Die Antwort darauf ist der Abschaltzeitplan, der pro Region definiert ist und bei dem der NRK meist vor den Privatradios UKW abschaltet.

In der KW 34 sah es dabei so aus: Der NRK war von 61,6 Prozent der Bevölkerung nicht mehr über UKW zu empfangen, die privaten P4 und Radio Norge hingegen nur von 34,8%. In der bevölkerungsreichsten Region rund um Oslo senden vorläufig noch alle UKW Programme, hier erfolgt die Abschaltung am 20. September (NRK) beziehungsweise am 8. Dezember (P4, Radio Norge). Ab dem 13. Dezember werden dann alle landesweiten UKW Programme nur mehr über DAB+ zu empfangen sein, danach wird klar sein, wie stark der Rückgang der Radionutzung tatsächlich ist.

Mein Learning aus den Zahlen:

  1. UKW Abschaltung verringert die Tagesreichweite von Radio erheblich.
  2. Zusätzliche Kanäle können diese Verluste vermindern, aber nicht verhindern.
  3. Bei jungen Kanälen scheint das Problem größer zu sein als bei älteren.
  4. DAB+ ist damit keine ökonomisch sinnvolle Antwort auf die Herausforderung durch Streamingdienste.

 

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13,5% weniger Radiohörer – Erste Studie nach UKW Abschaltung in Norwegen veröffentlicht

Wie viele Hörer verliert Radio durch die Abschaltung von UKW? Gespannt hat praktisch die gesamte Radiowelt nach Norwegen geblickt – dort werden ja seit Jänner Gebiet für Gebiet die UKW Sender der landesweiten Radioprogramme abgeschaltet, um die kostspielige Doppelausstrahlung von DAB+ und UKW zu beenden.

Das erste Gebiet war dabei Nordland, und für dieses Gebiet liegen jetzt Zahlen einer Umfrage von TNS vor; diese Umfrage wurde im Auftrag der norwegischen Digitalradios (staatliche NRK, große Privatsender wie P4) im Februar 2017 durchgeführt – einen Monat nach der UKW-Abschaltung.

Die Zahl der Radiohörer ist demnach um 13.5% gesunken, und zwar von 74% auf 64%.

Bestätigt sich dieser Trend im gesamten Land Norwegen, dann könnte das für die Privatradios dort sogar eine gute Nachricht sein: Auf DAB+ entfallen die landesspezifisch hohen Lizenzgebühren, bei P4 ist das etwa eine Million Euro pro Jahr. Und die Einsparungen durch Entfall des UKW Netzwerks sind vermutlich noch etwas höher, sodass ein gewisser Rückgang bei den Hörerzahlen – und damit auch bei den Werbeeinnahmen – unter dem Strich noch immer für ein Plus sorgen kann.

Dazu kommt die Hoffnung, dass sich selbst hart gesottene DAB+ Verweigerer mit der Zeit doch noch die Digitalradios zulegen werden. Und von diesen gibt es nicht gerade wenige, wie eine aktuelle Studie von Response Analyze zeigt: 55% der Norweger finden noch immer, dass die UKW Abschaltung falsch war; nur 31% können der DAB+ Einführung etwas Positives abgewinnen. Und: 37% der norwegischen Haushalte haben nach wie vor kein DAB+ Radio, 32% haben eines und nur 30% haben mehr als eines, etwa zu Hause und im Auto.

Spannend ist, wie sich das auf die Nutzungszeit auswirkt, da sich ja die Radionutzung der meisten Hörer auf mehrere Empfangsgeräte (Radiowecker, Küchenradio, Autoradio etc.) aufteilt. Die Daten dafür gibt es, ist Norwegen doch eines der wenigen europäischen Länder, in dem Quoten kontinuierlich elektronisch gemessen werden; sie werden allerdings (noch) nicht veröffentlicht.

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Tesla und DAB+: Mit OS 8.0 wird alles gut.

Bislang war die Tesla Radio App für DAB+ eher was für begeisterte Hochfrequenztechniker: Zuerst musste der Hörer eingeben, welchen Multiplex er hören möchte (etwa 11D in Wien), erst danach konnte der Suchlauf gestartet werden. Für den normalen User eine unüberwindbare Hürde (wer soll sich schon 11D merken…).

Seit dieser Woche ist alles besser: Tesla hat auch in Europa das Betriebssystem auf 8.0 aktualisiert – und siehe da, ein wirklich nettes Plattform-agnostisches Radio hineingezaubert:

UKW, Streaming-Sender (via TuneIn) und DAB+ können nebeneinander auf den Stationstasten abgespeichert werden; in diesem Beispiel KRONEHIT und Ö3 via UKW, Big City via DAB+ und KRONEHIT German Hiphop via Streaming. So wird Content King – und der Verbreitungsweg spielt die Rolle, die er aus der Sicht des Hörers spielen muss: Er hat einfach zu funktionieren, und ansonsten ist er egal!

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Digitalisierungsbericht: DAB in Deutschland wächst, aber langsamer

Mit Spannung wurde er erwartet – jetzt ist er da: Jeder erwartet sich vom Digitalisierungsbericht die Antwort auf die Frage: „Setzt sich nun DAB in Deutschland durch, oder nicht?“

Und wie praktisch jedes Jahr gibt es jede Menge Aussendungen von DAB Befürwortern, oder DAB Gegnern. Befürworter sehen dieses Jahr den Durchbruch – so wie auch in den letzten Jahren, Gegner sehen DAB nach wie vor als gescheitert an. Ich weiß es nicht.

Hier eine Analyse der DAB-spezifischen Zahlen aus dem Bericht, und ich konzentriere mich dabei auf das Wachstum.

In Summe werden drei verschiedene Werte für die letzten drei Jahre abgefragt und auch veröffentlicht:

1. – Geräteausstattung (= wie viele Geräte sind im Umlauf)

Dabei zeigt sich folgender Zuwachs von 2014 auf 2015; in Klammer 2013 auf 2014

DAB: +1,4 Millionen (+2,2 Millionen)

DAB ist also gewachsen, aber schwächer als zuvor.

2. – Zumindest gelegentlicher Empfang

DAB: +2,9 Prozentpunkte (+2,9 Prozentpunkte)

DAB ist unverändert gewachsen.

3. – Meist genutzte Empfangsart

DAB: +0,7 Prozentpunkte (+0,6 Prozentpunkte)

Auch hier ist DAB unverändert (linear) gewachsen.

Einen vierten Wert bekommt man, wenn man etwas tiefer ins Archiv greift: Auch 2013 gab es einen Digitalisierungsbericht, hier wurde die Zahl der Haushalte mit DAB Empfang ausgewiesen. Im 2015er Bericht fehlt die 2013er Zahl, da ist nur die 2014er und 2015er:

Die Wachstumsraten in der Haushaltsausstattung (Wie viele Haushalte haben DAB) sind damit so:

2014 auf 2015: Plus 2,5 Prozentpunkte, 2013 auf 2014: Plus 3 Prozentpunkte. Das Wachstum ist damit hier leicht rückläufig.

Da die letzten beiden Jahre das Wachstum (DAB freundlich gesehen) in allen vier Werten linear war, kann man es ja auch mal linear extrapolieren: Bis DAB UKW als meist genutzte Empfangsart ablöst, wird es demnach sehr lange dauern – bei allen drei Werten Jahrzehnte.

DAB wächst, aber langsam und zäh, es sieht im Moment nicht danach aus, dass DAB ohne UKW Abschaltung in ökonomisch sinnvoller Zeit der dominante Übertragungsweg wird. Stellt man die DAB Einführung über die Interessen der Sender und der Hörer, kann man natürlich mit einer UKW Abschaltung die DAB Rate steigern. Stellt man die Interessen von Hörern und Sendern an erste Stelle, ist DAB aus heutiger Sicht noch immer kein Geschäft, das in absehbarer Zeit durch Werbung refinanzierbar wird.

Aber das kann sich ja mit dem Digitalisierungsbericht 2016 alles ändern, oder?

DAB, Streaming

Die Schweiz ist digitale Nummer 1

Aktuelle Zahlen aus der Schweiz belegen: Kein anderes Land ist bei der Transformation von Rundfunk auf digitale Verbreitungswege weiter. Und während in anderen Ländern fundamentalistisch über die Frage gestritten wird, ob Streaming überhaupt als Massenmedium tauglich ist, sorgen Streaming und DAB gemeinsam in der Schweiz für Rekordwerte:

Nach Angaben der Arbeitsgruppe DigiMig entfallen 22% des Radiokonsums auf Streaming, 23% auf DAB und 55% auf UKW. Und diese insgesamt 45% Marktanteil für digitale Verbreitung Weiterlesen