Allgemein, Broad(?)cast, DAB, Streaming

Tesla und DAB+: Mit OS 8.0 wird alles gut.

Bislang war die Tesla Radio App für DAB+ eher was für begeisterte Hochfrequenztechniker: Zuerst musste der Hörer eingeben, welchen Multiplex er hören möchte (etwa 11D in Wien), erst danach konnte der Suchlauf gestartet werden. Für den normalen User eine unüberwindbare Hürde (wer soll sich schon 11D merken…).

Seit dieser Woche ist alles besser: Tesla hat auch in Europa das Betriebssystem auf 8.0 aktualisiert – und siehe da, ein wirklich nettes Plattform-agnostisches Radio hineingezaubert:

UKW, Streaming-Sender (via TuneIn) und DAB+ können nebeneinander auf den Stationstasten abgespeichert werden; in diesem Beispiel KRONEHIT und Ö3 via UKW, Big City via DAB+ und KRONEHIT German Hiphop via Streaming. So wird Content King – und der Verbreitungsweg spielt die Rolle, die er aus der Sicht des Hörers spielen muss: Er hat einfach zu funktionieren, und ansonsten ist er egal!

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Media-Analyse Audio – wie viel Netto bleibt vom Brutto?

Mit den aktuellen Daten der Media Analyse Audio gibt es erstmalig eine konvergente Messung von UKW und Streamingradio. Schon bisher wurden Reichweiten für UKW und für Streamingradio veröffentlicht; wenn man aber wissen wollte, wie viele Hörer eines UKW-Programms auch den Stream des Programms hören, oder umgekehrt, wie viele nur UKW oder nur Stream hören, war man bislang auf mehr oder minder schlechte Schätzungen angewiesen.

Die Frage, wie viele zusätzliche Hörer ein Sender über den Stream erreichen kann, die er über UKW nicht erreicht, ist vor allem im Werbeverkauf relevant: Oft haben Agenturen argumentiert: „Wir buchen Spotify, aber nicht digitale Spots bei Radio-Angeboten, weil deren Hörer erreichen wir ohnedies über UKW, die Spotify Hörer nicht.“ Das war lange Zeit natürlich auch durch keinerlei Zahlen belegt (erst im Sommer diesen Jahres hat Spotify seine eigene Brutto/Nettoreichweitenzahlen veröffentlicht).

Oder anders gesagt: Die aktuelle Mediaanalyse gibt erstmals eine Antwort auf die Frage, um wie viel die Nettoreichweite eines Senders steigt, wenn man nicht nur UKW sondern auch in den Streams der Sender Werbung bucht.

Insgesamt hören pro Woche 59.071.000 Menschen in Deutschland Sender mit Radiowerbung (UKW+Stream), 2.142.000 hören pro Woche Webstreams mit Werbung, die in der AGMA erfasst werden. Betrachtet man UKW alleine, sind es 59.000.000 Hörer. Der Gewinn an Nettoreichweite auf Wochenbasis sind somit 71.000 Hörer; das bedeutet, dass nur etwa 3% der Webradiohörer als Nettoreichweite dazukommen; 97% der Webradiohörer hören – zumindest einmal in der Woche – auch UKW.

Anders präsentiert sich die Situation bei einer markenweisen  Betrachtung, hier am Beispiel der Energy-Kombis.

Radio Energy erreicht in der City Kombi pro Tag 913.000 Hörer über UKW, mit den Streams sind es 934.000 – die Nettoreichweite steigt durch die Streams um 21.000. Die Energy Streams (Simulcast + Webradio) erreichen gemeinsam 28.000 – das bedeutet: 75% der Energy Stream Hörer haben an diesem Tag Energy nur über Stream konsumiert, 25% haben Stream + UKW gehört. Wöchentlich sieht es so aus: 2.317.000 Hörer pro Woche für UKW, 2.379.000 für UKW und Stream gemeinsam, ergibt eine Steigerung der Nettoreichweite um 62.000. 117.000 Hörer haben insgesamt Energy Streams gehört; damit haben 54% der Stream Hörer Energy nur über Stream und nicht über UKW gehört – das bedeutet, dass über die Hälfte der Energy Streamhörer zur Nettoreichweite hinzugezählt werden können.

Genaue Ergebnisse können natürlich nur Zählungen anhand von Schaltplänen ergeben, die Zahlen von Radio Energy deuten jedoch klar darauf hin, dass die Investition in Streamingspots (Preroll, Midroll) die Nettoreichweite klar erhöht; als Schätzwert kann man mal die halbe Bruttoreichweite der Streamhörer annehmen.

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Sirius XM – der stille Riese des Digitalradios

7,7% der gesamten Hördauer von Audio Content in den USA entfällt auf eine sehr amerikanische Spielart des Digitalradios – Sat-Radio, das direkt im Auto empfangen werden kann. Nach einer wechselvollen Geschichte mit der Fusion der beiden ehemaligen Konkurrenten – Sirius und XM Radio – gibt es heute einen Anbieter: Sirius XM.

Share of Ear, Edison Research, Quelle: RAINNEWS

Der Service ist kostenpflichtig (bis zu 20 USD im Monat), damit schreibt er seit ein paar Jahren wirklich schöne schwarze Zahlen: Eine halbe Milliarde Dollar letztes Jahr, davor waren es 300 Millionen – und während der letzten Jahre ein ziemlich lineares Wachstum bei den Abonnenten auf jetzt 27 Millionen.

Bei meinem Urlaub in Quebec hatte ich die Möglichkeit, Sirius XM zu testen (eingepackt in ein Mustang Cabrio).

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Auf diesem Foto ein Kanal, den man On-Air in Quebec nicht so leicht finden würde: 100% französischsprachiger Country ohne Werbeunterbrechungen. Go Niche ist ein Erfolgsrezept von Sirius XM, Howard Stern bis hin zu rechtsextremen Talkern – jeder Abonnent hat andere Gründe für Sirius XM, solange es genug davon gibt, funktioniert das Geschäftsmodell.

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Nicht immer alles like?!

Antenne Steiermark PD Michael Fischeneder zwischen Hoffnung und Kulturpessimismus – interessanter Blog.

michaelfischeneder

Das Social Web macht die redaktionelle Arbeit im täglichen Radioalltag um vieles leichter. Promis und Künstler via Instagram oder Twitter folgen und schon direkt auf Justin Bibers Hintern blicken oder die Hochzeitspläne von Taylor Swift mit Calvin Harris erfahren. Für Moderatoren, die sich täglich die Frage stellen müssen, wie sie die gleichen 150 Titel jedes Mal aufs Neue verkaufen, natürlich ein gefundenes Fressen. Und man bedenke nur die Möglichkeiten, die sich einem bieten, wenn man vom Ort des Geschehens als Erster berichten möchte. Einfach ein Post auf Facebook rausgejagt und schon kann man, wie in meinem Falle fürs Radio, brauchbare OTs von Personen aufnehmen, die gerade das Erdbeben in Nepal erlebt haben und vor Ort sind. Nach dem Skypeprofil gefragt und schon steht dem Videointerview nichts mehr im Wege. Diese Art der Kommunikation haben mittlerweile auch schon viele renommierte Fernsehanstalten für sich entdeckt. Statt ein 3-köpfiges Kamerateam loszuschicken, sieht man…

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Radio spürt Streaming…aber wie geht es dem Fernsehen damit?

Dass bei Audio die Nutzung von linearem Content die neue Konkurrenz von Streaming-Services spürt, ist ja wohlbekannt. Aber wie geht es unseren Kollegen vom Fernsehen?

Auch nicht gerade prickelnd, zeigt diese – auf Nielsen Ratings beruhende Statistik:

Infographic: American Teens Are Turning Their Backs on TV | Statista

You will find more statistics at Statista
Dazu passend auch diese schöne Story von Variety: Hollywood Stars haben gegen Youtube-Stars wenig Auftrag – zeigt eine Befragung bei 13-17jährigen Teenagern in den USA:

Youtube Stars vs. Hollywood

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Schöneres Auto-Radio – pimp my ride mit Radio DNS

Streaming Services haben meist schöne Interfaces, Radio hat meist unterbrechungsfreien klang – warum nicht das beste aus beiden Welten vereinigen – und eine App-Like Oberfläche mit der Zuverlässigkeit von Broadcast kombinieren. Hybrid Radio also. Das ist das Ziel von Radio DNS. 

Heute habe ich mir ein Webinar von Radio DNS zu ihrem neuen Projekt – „Project Logo“ – angesehen. Wie bekommen wir Broadcast Radio in schöner Form auf das Dashboard. Und: Ist es für radioplayer Teilnehmer einfacher, die erforderlichen Metadaten zu schicken?

Hier ist das Video: