Streaming

Streamingkosten: Trend in Österreich zeigt weiterhin klar nach unten

Der Preiskampf unter den Mobilanbietern macht´s möglich: 3 GB auf 3G mit maximal 21 MBit/s um 9,90 Euro – gibt´s aktuell bei yess, der Discountschiende von A1.

Nicht zufällig der gleiche Preis wie bei HoT, in beiden Preisen sind zusätzlich 1000 Einheiten (beliebig aufteilbar auf SMS oder Sprachminuten) inkludiert.

Wie weit kommt man damit als streamender Radiohörer. Wenn wir von einem 96kBit AAC Stream ausgehen – der ja wegen nicht ausgespielten aber schon gebufferten Daten und eventuellen Begleitdaten ja einen Tick mehr verbraucht als 12kByte pro Sekunde), dann sind wir bei 2 Stunden und 20 Minuten pro Tag, die nur über mobiles Streaming gehört werden können.

Das ist deutlich mehr als der mobile Radiokonsum; der macht nämlich nur einen Bruchteil des gesamten Radiokonusms aus: In Österreich werden nach einer Auswertung der RMS 17% der gesamt gehörten Radiominuten im Auto konsumiert, und 5% außer Haus, ein Teil dieser 5% also auch mobil; der gesamte mobile Anteil liegt damit bei maximal 22%. Demgegenüber entfallen 54% auf „zu Hause gehört“ und 24% auf „in der Arbeit gehört“ – macht 78%, bei denen Festnetz-Internet zu Verfügung stehen.

Die Radiohördauer liegt in Österreich laut Radiotest 1. Halbjahr 2015 bei 193 Minuten; 22% mobile  Nutzungsdauer bedeuten knapp 43 Minuten – und damit nur rund 1 Gigabyte im Monat.

Natürlich kann man den Radiokonsum nicht komplett auf Streaming verlagern, will ja auch keiner. UKW funktioniert ja nach wie vor sehr gut. Aber: Das Argument der hohen Kosten für den Konsumenten ist ein Argument der Vergangenheit – was der deutsche Medienwissenschaftler Klaus Goldhammer bereits 2008 vorhergesagt hat. 

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