Streaming

Beats 1 – so Oldschool kann Apple sein

Die Lobestiraden für Apple´s Beat1 sind im Web unübersehbar, und so habe ich mir auch heute das neue Streamingprodukt angehört. Zuvor noch rasch das iPad upgedated, ins Auto verfrachtet, mit dem Nexus 5 einen Hotspot aufgebaut, das iPad damit verbunden, Blutooth Connection zum Autoradio – und los geht´s. (Ok, mit Apple Car Play und einem iPhone wäre es wohl nur ein Knopfdruck gewesen)

Mein Weg zur Arbeit sind etwa 20 Minuten, und um 0850 habe ich den Schluss von Charts aus Los Angeles gehört, und ab 0900 dann Julie Adenuga aus London. Dazwischen ein kleines Sendeloch, aber es ist ja auch weit….

Klingt alles recht excited, und natürlich hat Julie am Abend drei Stunden lang zu Hause alle Tweets durchgelesen, und freut sich drüber. Sagt sie, und klingt dabei sympathisch und glaubwürdig. Wirklich gutes Radio (pride and passion, glaubwürdig, gut positioniert), aber was völlig neues? Eine Revolution? Wäre das iPhone wie Beats 1 entstanden, hätte Apple lediglich die Menüstruktur von Nokia verbessert. Oder bessere Tasten als BlackBerry gebaut.

Technologisch ist Beats 1 100% oldschool. Reines Streaming mit einer Buffersize von etwa 65 Sekunden (das ist somit auch der Zeitversatz des „Live“ Produkts), ohne Internet spielt es gar nicht. Kein Zwischenspeichern von Tracks, kein objektorientieres progressive Downloading; ganz normales Streaming eines gut gemachten Radioprogramms. Technisch mindestens zwei Jahre hinter NPR One. Werbung gab´s übrigens keine; Verpackung in Maßen.

Auch die Schnittstelle zum Musikverkauf lahmt noch etwas: Teilweise ist Beats 1 selbst für Apple Music zu neu – und die Tracks stehen noch nicht zum Streaming bereit.

Fazit: Technisch wenig neues, Musikalisch schon, und wenn Hipster-Eltern mit ihren Millenial-Kids so erstmals erkennen, wie cool es ist, wenn man nicht nur Musik hört, sondern auch Menschen, die dazwischen reden, soll es für die Radio Branche nur gut sein.

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